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Berichte über das Stahler Alphorn-Quartett:

 

Den folgenden Artikel hat Günther Borgolte Anfang Juni 2002 verfasst. Er erschien in sämtlichen regionalen Zeitungen und sogar in der Fachzeitschrift des Volksmusikerbundes NRW, "Crescendo".

 

Alphörner als Soloinstrumente im Stahler Blasorchester
Erstes Alphorn-Quartett im Weserbergland gegründet

Stahle. Seit kurzem haben sich aus dem Stahler Blasorchester vier junge Musiker zusammen getan, um ein Alphorn-Quartett zu gründen. Da das Alphorn ein für diese Gegend doch sehr ungewöhnliches Instrument ist, dürften diese Musiker das erste und einzige Alphorn-Quartett im südöstlichsten Raum Nordrhein-Westfalens, und wahrscheinlich noch weit darüber hinaus, darstellen.

In ganz Europa gibt es nur 2 Nationalinstrumente. Was für die Schotten der Dudelsack ist für die Schweizer das Alphorn. Hierbei handelt es sich um ein Hirtenhorn von 2-5 m Länge in gestreckter, nur am unteren Ende leicht gebogener Form. Es besteht aus einem längsseits gehälfteten Holzstamm, dessen Teile ausgehöhlt, wieder zusammengefügt und mit Wachs- und Rindenumwicklung fest verbunden sind. Auf der so gebildeten konischen Röhre wird in der Naturtonreihe geblasen. Der Tonumfang umfasst mindestens 15 Töne. Der Klang eines Alphornes entfaltet sich am besten in der freien Natur oder in sehr hohen Räumlichkeiten, wie z.B. Kirchen.

Im hiesigen Raum verbindet man mit einem Blasorchester meistens die Soloinstrumente Trompete, Klarinette, Saxophon sowie die Posaune. Dem Stahler Blasorchester jedoch gelingt es aber schon seit Jahren immer wieder, Instrumente einzusetzen, die in dieser Gegend recht selten einen solistischen Part übernehmen. So glänzt schon seit Jahren der erst 15-jährige Tobias Alsweh auf seinem Xylophon. Gerald ‘Jacques’ Jakubus bewies unlängst eindrucksvoll mit der Bravour-Polka ‘Tubissimo’ vor ausverkaufter Kulisse in der Holzmindener Stadthalle, wie sehr die Tuba auch als Melodie-Instrument begeistern kann.

Bei einem gemütlichem Zusammensein entstand im letzten Jahr der Gedanke, sich ein für diese Gegend außergewöhnliches Musikinstrument anzuschaffen. Das größte Interesse bei den Musikern fand hierbei das Alphorn, und man entschloss sich zum Kauf eines F-Alphornes aus der Schweiz.

Mit dem Bass-Posaunisten Bernd Borgolte fand sich schnell ein Musiker, der dieses Instrument nach nur kürzester Anlernzeit beherrschte. Bereits im letzten Jahr konnte er mit den Stücken ‘Alphorn-Ballade’ von Armitage und der ’Edelweiß-Polka’ beim Höxteraner Bataillonsfest und dem Schützenfest in Stahle aufwarten. Schließlich war es auch die Alphorn-Ballade, die Borgolte am Sonntag, 3. März 2002, in der restlos ausverkauften Stadthalle Holzminden als Zugabe mit den Blasorchestern Stahle, Brenkhausen und Bödexen zum Besten gab.

Kurzfristig wurde aus den eigenen Musikerreihen mit Günther Borgolte ein zweiter Alphornist gefunden, und man war nun in der Lage, diese Stücke zweistimmig – in der schönen Natur-Freilichtbühne in Stahle – anlässlich des letztjährigen Jahreskonzertes vorzutragen. Seit 2 Wochen ist das Stahler Blasorchester im Besitz eines 3. und 4. Alphornes; und mit den 2 Posaunisten Stefan Titz und Christoph Dittert befinden sich zwei weitere Musiker in der Musikschule zu Stahle in der Ausbildung zum Alphornisten.

Somit dürfen sich noch in dieser Saison alle Liebhaber der volkstümlichen Blasmusik auf diese im Weserbergland wohl einmaligen Soloinstrumente und den damit verbundenen 4-stimmigen Alphornklängen freuen.

Wer an einer Verpflichtung des Stahler Blasorchesters interessiert ist, kann sich bei dem 1. Vorsitzenden, Klaus Borgolte , unter Telefon 05531/ 10504 melden. Selbstverständlich kann das Alphorn-Quartett auch solo als Geburtstags-Überraschung, zu diversen Jubiläen oder auch als eine etwas andere Einlage auf Hochzeiten geordert werden.

 

Fernsehaufnahmen mit dem WDR am 25.09.2002

Auf diesen Artikel, den nahezu alle Zeitungen im Umkreis abgedruckt haben, ist auch der WDR aufmerksam geworden. Der Sender hat Kontakt mit uns aufgenommen und am 25.09.2002 eine Reportage über uns aufgezeichnet. Wie aufwändig solch eine TV-Aufzeichnung ist, sieht man daran, dass die Aufnahme von 2 Solo-Stücken und einem Stück mit Blasorchester (allerdings nur jeweils 50 Sekunden) und drei so genannten "O-Tönen", d.H. kurze Interviews mit den Musikern, über sechs Stunden benötigt wurden. Das vierköpfige Team aus Bielefeld war von 12:00 bis etwa 18:00 in Stahle. Bei diesen Aufnahmen war auch die Neue Westälische (Höxter) und der Tägliche Anzeiger (Holzminden) vertreten. Hier die jeweiligen Berichte:

Hinweis: Die folgenden Artikel sind von den Mitarbeitern des TAH und der NW verfasst worden. Auf den Inhalt hatte das Stahler Alphorn-Quartett keinerlei Einfluss!

 

Neue Westfälische:

 

Schweizer Klänge in Stahle

26.09. 2002

WDR-Fernsehen zu Gast beim Alphornbläser-Quartett auf der Freilichtbühne

 

 

Stahle (jgw). Laute durchdringende Bläserklänge und absolute Stille wechselten sich am Mittwoch ab auf der Freilichtbühne Stahle. Totale Konzentration war nämlich gefragt, als der Westdeutsche Rundfunk (WDR) Fernsehaufnahmen vom Alphornbläser-Quartett machte.

Durch einen Pressebericht in der Neuen Westfälischen Ende Juni war der WDR auf die Musiker mit ihren außergewöhnlichen Instrumenten aufmerksam geworden. Gestern produzierten WDR-Autor Kurt Gerland und sein dreiköpfiges Team daher einen kurzen Beitrag, der in den kommenden Tagen in der Aktuellen Stunde gesendet werde soll.

"Da muss man sich erst in der Schweiz ein Instrument kaufen, um ins Fernsehen zu kommen", scherzte Bernd Borgolte (42), bevor er vor laufende Kamera die vier Teile seines Alphornes auspackte und nach und nach zu dem Instrument mit der Gesamtlänge von 3,60 Meter zusammensetzte. Christoph Dittert gab dazu ein paar erklärende Worte zur Herkunft und Spielweise des Instrumentes. Am frühen Abend entstanden weitere Aufnahmen mit dem gesamten Blasorchester.

Erst seit Mitte diesen Jahres spielen Dittert, Bernd und Günther Borgolte und Stefan Titz vom Blasorchester Stahle das in den Alpenländern beheimatete Instrument. Ihr nächster gemeinsamer Auftritt ist am 13. Oktober in Fischbeck.

BILD: Im Mittelpunkt: Erstmals standen Mittwoch Musiker des Blasorchesters Stahle vor der Fernsehkamera. Bernd Borgolte (links), der Auftritte vor Publikum gewohnt ist, verspürte jedoch keinerlei Nervosität. FOTO: JUERGEN WOHLGEMUTH

 

 

 

Täglicher Anzeiger:

 

Mit dem Alphorn ins Fernsehen

 

Stahle (26.09.02). „Aufnahme...halt, ein Trecker! Auf Anfang und los....halt, ein Flugzeug.“ Sechs Mal nahmen gestern Nachmittag ein Fernsehteam des WDR und die vier Alphornbläser des Stahler Blasorchester Anlauf für Fernsehaufnahmen. Das erste Alphornquartett im Weserbergland soll nämlich in der „Lokalzeit“ des dritten WDR-Programms vorgestellt werden. Autor Kurt Gerland hatte von dieser musikalischen Rarität gehört und Kontakt mit den Stahlern aufgenommen. Einen ganzen Tag drehten die TV-Leute aus dem Studio Bielefeld und mussten sich mit den Einflüssen des ländlichen Lebens arrangieren.

Immer wieder sorgten Trecker, Autos und Flugzeuge für eine störende Geräuschkulisse. Nach mehreren Versuchen klappte schließlich die Einstellung. Günter und Bernd Borgolte, Christoph Dittert und Stefan Titz bewiesen ihre hohe Fertigkeit, mit dem aus dem Alpenraum stammenden Instrument perfekt umzugehen. Erster
Drehort war die Stahler Freilichtbühne, danach ging es noch zu Aufnahmen am Stahler Kreuz. Am frühen Abend schließlich stellte sich das komplette Stahler Blasorchester auf, um sich für die Fernsehmacher zu präsentieren.
Natürlich mussten die Alphornisten erzählen, wie sie zu diesem Hobby gekommen sind. Vor einem Jahr entstand in gemütlicher Runde die Idee, mal ein außergewöhnliches Musikinstrument hier vorzustellen. Bernd Borgolte ließ den Worten Taten folgen und schaffte sich ein Alphorn an. Nachdem er sich schnell das Spielen auf diesem Schweizer Nationalinstrument angeeignet hatte, stießen drei Mitstreiter dazu. Inzwischen haben sich die Vier mit Auftritten einen Namen gemacht und werden für Konzerte und Hochzeiten engagiert.
Wann der Bericht über die Stahler Alphornbläser gesendet wird, steht noch nicht fest. Wahrscheinlich, so Kurt Gerland, in der kommenden Woche. Der genaue Sendetermin wird im TAH bekannt gegeben.

fhm

Bernd Borgolte bewies bei
den Fernsehaufnahmen seine
Fertigkeit auf dem Alphorn.

 

 

Um unseren Ausbilder Fritz Eberhard einmal näher vorzustellen und uns bei ihm für sein Engagement zu bedanken hat Günther Borgolte den folgenden Artikel verfasst. Nachdem Fritz den Text zur Kenntnis genommen hat, wurde er an die regionalen Zeitungen weitergereicht. Auf eventuelle Kürzungen bzw. Veränderungen des Textes seitens der Zeitungsredaktionen hat das Stahler Alphorn-Quartett keinerlei Einfluss!

 

Großer Dank an Fritz Eberhard aus Dohnsen

Alphorn-Solist bildet Stahler Alphorn-Quartett aus

Stahle / Dohnsen. Im Juni d. J. wurde der bekannte schweizer Alphorn-Solist Fritz Eberhard durch einen Zeitungsartikel unseres Verlages auf das Stahler Alphorn-Quartett aufmerksam. Er setzte sich kurzfristig mit G. Borgolte in Verbindung. Seitdem hat man neben einem hervorragenden Ausbilder auch einen 5. Alphornisten gewonnen.

Fritz Eberhard wurde in Höfen bei Bern in der Schweiz geboren. Aufgewachsen mit drei Brüdern, begann er schon als 11-jähriger mit Trompetenunterricht. Sein Lehrer war sein eigener Vater. Dieser spielte Trompete und dirigierte 25 Jahre lang den lokalen Musikverein. Die 3 Brüder spielten ebenfalls ein Blasinstrument. In jungen Jahren waren die musizierenden Brüder bekannt als die „Höfe-Buebe.“

Mit 24 Jahren begann Fritz Eberhard ein 4-jähriges Studium für Trompete am Konservatorium in Bern bei Raimond Boccio. Das Musikstudium war berufsbegleitend. Nach dem Abschluss besuchte er noch einige Dirigentenkurse.

In seiner Freizeit, neben dem Beruf, dirigierte er verschiedene Orchester und Musikcorps und spielte Trompete in diversen Orchesterformationen. In späteren Jahren spielte er vor allem nur noch Kirchenmusik, hauptsächlich zusammen mit Orgel.

1983 hörte er einen bekannten Alphorn-Solisten (Joseph Molnar) in einer Kirche Alphorn spielen. Das faszinierte ihn so sehr, dass er sich ein Alphorn kaufte und im Selbstunterricht spielen lernte. In den letzten Jahren spielte er in einigen Konzerten in der Schweiz Alphorn in Kirchen.

Zeit seines Lebens unterrichtete Fritz Eberhard Schüler im Trompetenspiel und veranstaltete mit diesen auch Konzerte.

Seine Musiklaufbahn war immer nur nebenberuflich. Er arbeitete auf der Landvermessung. Seit 1996 ist Fritz Eberhard ansässig im Weserbergland in Dohnsen, wo er in Norddeutschland schon über 22 Konzerte mit Alphorn und Orgel sowie Alphorn mit Orchester gegeben hat.

Im Juli d. J. übernahm er die musikalische Ausbildung des Stahler Alphorn-Quartetts. Bereits ab Ende August gab er gemeinsam mit dem Quartett Konzerte in Eimen, Stahle, auf dem Weinfest in Dohnsen und in Neuhaus / Solling. An den Fernsehaufnahmen des WDR 3 Bielefeld in der Freilichtbühne Stahle konnte ein Musiker des Quartetts aus beruflichen Gründen erst verspätet teilnehmen. Für Fritz Eberhard stand es außer Frage, beim Einspielen der Musikstücke auszuhelfen. (bei den anschließenden Presseberichten, auf die das Stahler Alphorn-Quartett jedoch keinen Einfluss hatte, ist dieses leider nicht entsprechend erwähnt worden).

Da Fritz Eberhard wöchentlich mindestens einmal mit dem Stahler Alphorn-Ensemble musiziert und auch ansonsten schon bei diversen Auftritten ausgeholfen hat, möchten sich die „Stahler Jungs“ auf diesem Wege sehr herzlich bei ihm bedanken.

Weitere Infos über das Stahler Alphorn-Quartett erhalten sie im Internet unter:

www.stahler-blasorchester .de sowie www.alphorn.stahler-blasorchester.de