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Galerie 7

Wie entsteht ausgerechnet in Ostwestfalen ein Alphorn-Quartett? Diese Frage wurde uns schon oft gestellt. Darum hier etwas zu unserer Entstehung...

 

Das Stahler Blasorchester ist schon länger bekannt dafür, relativ viele Solo-Stücke im Repertoire zu haben. Allerdings beschränkt sich das nicht nur auf die "gängigen" Solo-Instrumente wie Trompete, Klarinette oder Posaune. Bei uns werden auch immer wieder Instrumente bei Solos vorgestellt, die man dabei eher selten antrifft. Zum Beispiel haben wir auch Solos für Xylophon, Tuba oder Es-Klarinette im Programm.

Im Frühjahr 2002 sind wir dann in gemütlicher Runde auf die Idee gekommen, mal etwas ganz anderes auszuprobieren: Ein Instrument, dass es hier in der Gegend nicht gibt. Nach kurzer Zeit sind wir dann auf das Alphorn gekommen. (Die Idee mit dem Alphorn war also im wahrsten Sinne des Wortes eine Schnaps-Idee...) Mit unserem Bass-Posaunisten Bernd Borgolte hat sich dann auch schnell unser Alphorn-Solist gefunden. Er hat sich im Allgäu ein Alphorn bestellt und war innerhalb kürzester Zeit in der Lage das Solo-Stück "Alphorn-Ballad" zusammen mit dem Stahler Blasorchester aufzuführen. Diese Attraktion ist überall sehr gut angekommen, so dass wir uns bald auf die Suche nach weiteren Stücken gemacht haben. Dabei sind uns immer wieder Stücke aufgefallen, die aber mehrstimmig gesetzt waren. Kurzum: Ein zweiter Alphorn-Bläser musste her! Und natürlich ein zweites Alphorn, was eigentlich das größere Problem darstellte.

Unser Flügelhornist Günther Borgolte, der regelrecht zum Alphorn-Fan geworden ist, war sofort bereit, das Duo komplett zu machen. Glücklicherweise ist unser Saxpohonist Alfred Tschunkert in Besitz eines Alphorns, das er Günther auch gerne zur Verfügung stellte. Nun gab es für Günther kein Halten mehr: Zwei Alphornisten waren immer noch nicht genug. Er hatte sich die Gründung eines Quartetts in den Kopf gesetzt... Über Alfred Tschunkert konnte noch ein weiteres Alphorn geliehen werden, (dieses Alphorn wurde inzwischen nach einer Neuanschaffung wieder an seinen Besitzer zurück gegeben) ein weiteres wurde dann noch gekauft. Mit den beiden Posaunisten Christoph Dittert und Stefan Titz standen auch schon die nächsten Alphorn-Solisten bereit. Das Stahler Alphorn-Quartett war gegründet!

Auch im weiteren Werdegang unseres Quartetts muss man Günthers Engagement besonders hervorheben. So hat er sich sehr bei der Beschaffung der Noten eingesetzt. Außerdem wurde durch ihn eine regelrechte Großoffensive in der Presse eingeleitet. Kaum eine Zeitung im Umkreis, die nicht den von ihm verfassten Artikel über das neugegründete Quartett gedruckt hat. Diesem Artikel haben wir viele unserer Auftritte zu verdanken. Außerdem ist durch diesen Artikel unser jetziger Ausbilder Fritz Eberhard (ein "echter" Schweizer) auf uns aufmerksam geworden, der gleich Kontakt mit uns aufgenommen hat. Wir sind froh, dass wir ihn als Ausbilder gewinnen konnten, denn er hat uns musikalisch um einiges weitergebracht. Außerdem haben wir mit Fritz auch einen guten Freund gewonnen!

Im Sommer 2002 hat der WDR Bielefeld mit uns Kontakt aufgenommen. Der Sender war auch durch Günthers Artikel auf uns aufmerksam geworden und wollte einen Bericht für die "Lokalzeit" über uns drehen. Für diesen Bericht ist dann am 25.09.2002 auch ein vierköpfiges Team nach Stahle gekommen. Die Aufzeichnungen eines 3:29 Minuten langen Berichts, für den zwei Solo-Stücke, ein Stück mit Orchesterbegleitung und drei so genannte "O-Töne" (d. H. kurze Interviews mit den Musikern) dauerten fast sechs Stunden. Sicher hat dieser Beitrag auch dazu beigetragen, das Stahler Alphorn-Quartett weiter bekannt zu machen.

Eine weitere Neuerung wurde bei uns am 07.12.2002 eingeführt: Beim Konzert in der Nikolaikirche in Höxter haben wir zum ersten Mal zusammen mit Fritz Eberhard als Blechbläser-Quintett das Stück "Rondeau" von Jean Joseph Mouret aufgeführt. Da diese Einlage beim Publikum sehr gut angekommen ist, bieten wir auch in Zukunft an, auf Wunsch Einlagen als Blechbläsersatz zu spielen.

 

Hier stellen sich die Musiker im Einzelnen vor:

 

Name

Günther Borgolte

Stefan Titz

Christoph Dittert

Bernd Borgolte

Jahrgang

1967

1977

1963

1961

Mitglied im Stahler Blasorchester seit

1980

1987

1972

1970

Stimme im SBO

1. Flügelhorn

1. Posaune

2. Posaune

3. Posaune

Stimme am Alphorn

1. Alphorn

2. Alphorn

3. Alphorn

4. Alphorn

 

 

Günther Borgolte

 

Christoph Dittert

 

Stefan Titz

 

Bernd Borgolte