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Galerie 7
Mit dem Alphorn ins Fernsehen

TV – Aufnahmen mit dem Stahler Alphorn-Quartett

 

Am 25. September 2002 nahm sich ein Fernsehteam des Westdeutschen Rundfunks (WDR) die Zeit, um das Stahler Alphorn-Quartett einmal ausführlich zu porträtieren. Die Außen-Aufnahmen fanden auf der Freilichtbühne in Stahle statt und dauerten insgesamt mit den entsprechenden Kommentaren fast 7 Stunden. Leider hatte „Petrus“ kein Einsehen mit uns und dem Fernsehteam. Durch Nebel und starken Regen mussten die Aufnahmen immer wieder unterbrochen werden.

Durch einen sehr umfassenden Presse-Bericht eines Höxteraner Tagesblattes Ende Juni war der WDR-Autor Kurt Gerland und sein dreiköpfiges Fernsehteam auf unser für diese Gegend ungewöhnliche Gruppe aufmerksam geworden. Er setzte sich kurzfristig mit unserem 1. Alphornisten Günther Borgolte in Verbindung und man entschloss sich einen Beitrag für die „Lokalzeit“ zu produzieren. Dieser Beitrag sollte jedoch nicht nur ein tonliches (musikalisches) Porträt darstellen, sondern auch Fragen über die Herkunft, Auf- und Abbau sowie die Spielweise dieses Instrumentes beantworten. So wissen sehr viele „musikalische Laien“ zwar, dass das Alphorn seinen Ursprung als so genanntes Ruf, - Lock - oder Signalinstrument in den alpenländischen Ländern (Schweiz/Österreich) hat – jedoch bei uns auch in den flacheren Regionen immer mehr als vollwertiges Blasinstrument anerkannt wird.

„Das Alphorn umfasst mindestens 15 Töne und wird aus 2 oder 3 Einzelteilen zu einer Gesamtlänge von 3,60 Meter zusammengesteckt“ – mit diesem Kommentar eröffnete der 3. Alphornist Christoph Dittert , vor laufender Kamera, seine Rede. Schnell fügte er jedoch noch hinzu, dass je nach Stimmung des Instruments (z.B. G- Ges- oder F-Alphorn) auch dessen Länge variiert. Nervös war Christoph dabei nicht, schließlich ist er als ehemaliger Dirigent des Stahler Blasorchesters große Auftritte gewohnt. Dennoch musste diese erste 40-Sekunden –Szene viermal wiederholt werden. Zunächst hat Christoph den Text vergessen, dann plapperte der Autor in die Aufnahme und schließlich machte ein vorbeifahrender Trecker zuviel Lärm, ehe es nach der vierten Klappe hieß: „Perfekt“!

Als nächstes wurde nun Bernd Borgolte ans Mikrofon gebeten. Er musste vor laufender Kamera erzählen, wie man zu einem so außergewöhnlichem Hobby findet. „Da muss man sich erst in der Schweiz ein Instrument kaufen, um endlich einmal ins Fernsehen zu kommen!“ – scherzte Bernd. Des weiteren erläuterte er detailgenau die Entstehung und den Werdegang dieses im Weserbergland wohl einmaligen Alphornquartetts.

Am frühen Abend gesellte sich schließlich noch das Stahler Blasorchester –jedoch nur in einer kleineren Besetzung- zu uns. Gemeinsam mit den vier „Langhörnern“ sollte nun ein für Alphorn doch sehr untypisches Musikstück auf Band gespielt werden: den Alphorn-Swing!! Als der Kameramann sich hierbei durch die Reihen der Musiker begab, waren besonders die Nachwuchsmusiker des Orchesters sehr beeindruckt, hatten diese doch niemals zuvor eine Fernsehkamera so dicht vor ihrer Nase. Kurze Zeit später zeigte sich das gesamte Kamerateam von diesem ungewöhnlichem Musikstück hellauf begeistert.

Mit dem Lied „Sierra Madre“ – vierstimmig vorgetragen von dem Alphornensemble- wurde das Fernsehteam Richtung Bielefeld verabschiedet. Dieses war von dem gesamten „Dreh“ so angetan, dass es dem Orchester für das nächste Jahr gleich ein bis zwei weitere Aufnahmetage versprach!

Besonderen Dank gilt dem Ausbilder des Quartetts – Fritz Eberhard aus Dohnsen/Bodenwerder. Da ein Musiker aus beruflichen Gründen erst verspätet zu den Aufnahmen kam, ließ er es sich nicht nehmen die Tonaufnahmen mit einzuspielen!!

Einige Bilder von unserem Aufnahmetag:

 

 

 

 

 

 

 

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