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Galerie 7

Früher wurden Alphörner in ganz Europa auf die gleiche Weise hergestellt: Ein Baumstamm wurde der Länge nach halbiert, die beiden Hälften ausgeschabt und wieder zusammengesetzt. Das Schallstück am Ende des Alphorns war nicht immer gekrümmt. Für gekrümmte Instrumente musste der Baum nämlich an einem Hang gewachsen sein. Die beiden Halbschalen wurden dann mit Harz oder Bienenwachs abgedichtet und mit Wurzeln, Zweigen, Draht oder Schnur zusammengebunden. Früher legte man die Instrumente vor dem Blasen in Wasser. So konnte das Holz aufquellen und das Instrument war abgedichtet. Heute werden die zwei Halbschalen mit Maschinen ausgefräst. Alphörner werden inzwischen in zwei oder drei Teilen hergestellt, die mit Messingbuchsen zusammengesteckt werden. Auch das Bad in Wasser ist heute nicht mehr nötig, da die beiden Halbschalen mit hochwertigen Klebern zusammengeklebt und meist mit Peddigrohr umwickelt werden.
Mundstücke gab es früher nicht, es wurde nur eine Vertiefung in das Instrument geschnitzt. Wer heute ein Alphorn kauft, hat eine große Auswahl von Mundstücken aus aus Holz mit unterschiedlichen Durchmessern, in Form und Größe den Mundstücken für Trompeten, Hörnern oder Posaunen ähneln. Im Gegensatz zum Alphorn selbst, das üblicherweise aus Fichtenholz hergestellt wird, sind die Mundstücke zumeist aus Obstholz.

Ende August 2002 war Günther im Urlaub in der Schweiz und hat unter anderem auch einige Alphornbauer besucht. Hier einige Bilder aus den Häusern Stocker und Bernatone:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Fotos © Günther und Britta Borgolte